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August 2007
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Archive für August 2007

Training mit Hindernissen (3)

Sonntag:

Das Handbike war geflickt und mittlerweile mit Luftpumpe, Werkzeug und Flickzeug ausgestattet, also stand einer Tour nichts mehr im Wege. Ich bin noch zur Tanke ums Eck gefahren um den Reifen vorne richtig voll zu machen und ab ging’s. Bis zu dem besagten Ort, ca. 500 m vor der Flughafenbrücke, als ich feststellte, dass irgendwas nicht stimmte. Ich an einer Parkbank raus aus’m Rolli und nachschauen.
Da war’s dann wieder, zum wiederholten Male ist eine Schraube vom Faltsystem abgebrochen … Mierda! Also wieder zurück nach hause …

In dieser Woche war der Teufel drin, aber davon lasse ich mich nicht vom Marathon in Berlin abhalten ;-)

Training mit Hindernissen (2)

Es ist Freitag. Und nachdem ich am Vortag mein Training abkürzen musste, war ich aufgrund des schönen Wetters sehr motiviert, es erneut zu versuchen. Es lief auch recht gut. Ich hatte zwar zwischendurch das Gefühl, dass es etwas schwerer war als am Vortag, habe mir aber dazu gar keine Gedanken gemacht.

Erst als ich die Steigung zur Flughafenbrücke hochwollte, merkte ich, dass der Reifen vom Handbike ziemlich leer war. So’n Mist! Und ich hatte zwar Flickzeug dabei aber natürlich keine Luftpumpe und kein Werkzeug. Kleine Sünden …

Da ich ja so nicht weiterfahren konnte, ohne mir dabei den Mantel und möglicherweise auch die Felgen zu demolieren, sprach ich reihenweise vorbeikommende Radfahrer an, bis ich jemanden gefunden hatte, der auch ‘ne passende Pumpe für mein Ventil (Autoventil) hatte. Die meißten Fahrradschläuche haben andere Ventile.
Leider hatte der Radfahrer auch kein Werkzeug dabei. Also testeten wir, ob die Luft einigermaßen lang hält und ich fuhr dann einfach wieder los - zurück nach hause.
Nach ca. 3 km war der Reifen aber leider wieder platt, also wieder nach ‘ner Pumpe suchen. In Düsseldorf war an dem Wochenende gerade die “Caravan”-Messe und ich kam an einem Parkplatz vorbei wo jede Menge Messebesucher mit ihren Wohnmobilen parkten und vor einigen saßen auch ihre Besitzer. Ich dachte mir, die haben doch meißtens einen Kompressor für die Reifen und auch für die mitgeführten Fahrräder dabei - gehört doch zu jeder anständigen Campingausstattung, oder?!
Aber ich musste mich eines Besseren belehren lassen. Beinahe der letzte Camper, an dem ich vorbeikam hatte dann tatsächlich doch einen Kompressor an Bord, aber leider auch kein Werkzeug (oder er wollte kein Werkzeug haben …). Aber sie gaben mir auch wieder Luft, und so konnte ich erst einmal weiterrollen.

Doch ich sollte nicht sehr weit kommen. Gerade mal ca. 2 km und dann sprang mir der Mantel auch noch von der Felge.

Nun denn, dann kam ich endlich aber ohne Werkzeug an den Schlauch dran. Suchte erst den Mantel nach dem “Bösewicht” ab, den ich auch schnell ausfindig machen konnte und da glücklicherweise noch ein wenig Luft im Schlauch war, konnte ich das Loch auch gut finden. Ich hab’s also geflickt (glaubte ich) und dann begann die Suche wieder nach einem Radler mit geeigneter Luftpumpe. Das dauerte leider dann etwas länger, aber es fand sich wieder jemand und gab mir Luft.

Wieder mit vollem Reifen überlegte ich noch, die Tour doch wieder fortzusetzen, entschied mich aber, doch vorsichtshalber nach hause zu fahren, was auch sehr klug war! Denn es entwich immer noch Luft. Shit, entweder saß der Flicken nicht, oder beim Fahren mit Platten habe ich mir ein weiteres Loch eingefangen.
Ich also bis zur Tanke am Carlsplatz (in der Altstadt) und den Reifen mal richtig voll gemacht. Damit kam ich dann auch gut vorwärts und da Real bei mir auf dem Weg lag und die Freitags und Samstags bis 21 Uhr aufhatten bin ich dort in die Fahrradabteilung gefahren, habe dort vorsichtshalber noch mehr Flickzeug und eine Schnellpannenhilfe eingepackt, Ein Zeugs, das man einfach nur in den Schlauch füllt und das das Loch abdichten soll und dabei auch noch den Reifen mit Luft befüllt.
Damit bewaffnet bin ich dann noch nach hause gekommen.

Und ‘ne Luftpumpe habe ich jetzt direkt ans Handbike montiert ;-)

Training mit Hindernissen (1)

Nach Feierabend:

So gegen 18:30 Uhr habe das Büro verlassen und da das Wetter recht gut aussah, habe ich mich auf den Weg zu einer Trainingstour gemacht - die übliche Strecke. Es lief bzw. rollte richtig gut. Ich war auch ziemlich schnell unterwegs. Dann - ich war bereits auf der anderen Rheinseite - zog sich das Wetter beinahe überraschend und ziemlich schnell zu. Etwa einen Kilometer vor der Theodor-Heuss-Brücke fing es an zu regnen und in der Ferne hörte man schon das Grollen des Donners. Ich legte noch mal einen kleinen Zahn zu, und das auch noch bei stetig wachsendem Gegenwind.

An der Brücke angekommen habe ich mich dann halt erst einmal untergestellt. Von der Brücke schwabte es oft ziemlich heftig herunter, wie so ein schnell fallender Vorhang im Theater, nur ziemlich feucht.
Als das Gewitter vorbeigezogen war, setzte ich meinen Weg trotz leichem Regen fort. Der Regen ließ dann auch schnell nach. Als ich dann über die Oberkasseler Brücke wieder auf die “richtige” Rheinseite rollte, konnte ich rücklings die Blitze sehen und vor mir das nächste Regenband. Ein wirklich beeindruckender Himmel :-)

Aber ich zog dann wirklich vor, von dort den direkten Weg nach hause anzutreten, da ja das nächste “Unwetter” anrollte.
Am Ende der Kö konnte man schon das nächste “Unheil” ankommen sehen. Es wurde plötzlich ziemlich dunkel und der Himmel färbte sich beinahe schwarz. Ich erhöhte natürlich mein Tempo, soweit es mit den Passanten auf “meinem” Weg ging. Ca. einen Kilometer vor meinem Zuhause habe ich mich dann schleunigst in einem Hauseingang untergestellt - es fing an, wie aus Eimern zu schütten.

Irgendwann kam ein durch und durch durchnässter Radfahrer in den Eingang geschossen. Er wohnte dort und meinte, das hört so schnell nicht auf … Also entschloss ich mich, den Rest meines Heimweges anzutreten - das Gewitter selbst war weiter gezogen, was blieb war der starke Regen. Die ersten “Tropfen” - oder soll ich eher sagen “Eimer” - wirkten erst ziemlich kühl, aber durch die Bewegung wurde mir schnell warm und ich muss sagen, ich fand das toll, durch den stark prasselnden Regen zu fahren. Glücklicherweise ist mit dem Gewitter auch der Wind abgezogen. So rollte ich denn durch den Starkregen nach hause und habe es sogar genossen :-)

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